Dienstag, September 19, 2006

stubbekobbing ist ein vogel aus eisen

Es gab eine turnhalle in einer schule in stubbekobing.dort haben wir uns untergestellt für eine nacht.im klassenzimmer stehen schon überall schilder,willkommen 1B..übermorgen lernen die alle a sagen die kleinen menschen..ich werde nie wieder im eiscafé arbeiten.Roland hörst du? den scheiss lass ich sein.wir wollten zum hafen.es hat sich festgeregnet.so sagen alle.wir wurden von grosser müdigkeit geplagt.hubertus hat irgendwie depressionen.es ist heiss, viel zu heiss da drin .man kann die fenster nicht öffnen.ich setze mich mit arno in den kühlschrank.gulia will noch mal zurück zu ihren ausgestopften vögeln.arno fährt sie natürlich, weil er ja so gut erzogen worden ist von seiner mama..ich hock mich auf den beifahrersitz,um die wiesen da an der seite vorbeiziehn zu sehn.marion sitzt neben gulia hinten weil sie nicht verpassen will was gulia ihren vögelchen noch so zu sagen hat. wir versetzen berge wo keine sind.zitat:darguner.
es gab eine turnhalle in stubbekobing.dänisches lakritz.schwarzes essen.brombeeressen.übelkeit.blaue grosse matten aus plastik, auf denen wir schlafen.ein trapez was quietscht.arno unterzieht sich der pendelfolter.in seinen träumen.ist er ein held der von oben bis unten aufgeschlitzt wird.arno versucht einen rekord.hängt kopfüber am klettergerüst.sein kopf ist rot, er schreit um hilfe.hubertus kommt lange zwei minuten auf ihn zu und dreht ihn um.kresch baut ein aufnahmestudio im klo.da muss man vorm spiegel in ein mikro singen, so ein lied was er gedichtet hat. er hält das für heilsam. .ich habe beobachtet wie arno versucht sexy zu gucken wie er sein spiegelbild da so sieht.dieser narzist.wie soll man sich nur anschauen?ich glaube heidi hat hasch geraucht.es hat die ganze nacht gepiepst.
sammelduschen.
es gab einen hafen in stubbekobing.dort wohnt der eiserne vogel.der guckt aufs meer raus.ich habe gedacht ich könnte hier sterben.olivia hat neinneinnein geschrien . es gab eine hütte die haben sie so ein paar männern gebaut die immer zum trinken herkamen, damit sie nicht unästhetisch da rumlungern sondern auf einem stuhl sitzen unter einem dach.ich wünsche mir wirklich sie machen das in deutschland auch für mich wenn ich mal irgendwo gern zum trinken hingeh. sie waren sehr nett. sie haben uns sogar geld gegeben.ich glaube weil wir irgendwie verwahrlost wirken, gulia meint eher weil kresch so schöne musik spielte am hafen von stubbekobing.

Sonntag, September 17, 2006

M.Z./8: Faxe! There’s no limit!





Olivia macht sich auf, und stellt sich in der Brauerei vor. Sie will Bierkosterin werden, weil sie so einen guten Geschmack habe. Oder neue Sorten kreieren... na, die hat Ideen! Auf dem Gelände darf man eigentlich nicht filmen, aber wenn’s erst mal im Kasten ist, kann es mir keiner mehr weg nehmen. Wir treffen einen netten Dänen, der Olivia herzlich einlädt, sich hier um Arbeit zu bemühen: „If you like freedom and responsibilities, you must come to Denmark!“ Sie ist ganz aus dem Häuschen und für einen kurzen Moment wirkt sie ganz gelöst. Doch kurze Zeit später ist ihr Gesicht wieder so verschlossen, wie eh und jeh...





„If you like freedom and responsibilities, you must come to Denmark!“

Arno ist in Rekordstimmung und macht sich auf, im Kalkbruch einen Tyrannosaurus Rex auszugraben. Das er da vergeblich buddelt und hämmert, erfahren wir von einem Mitarbeiter des örtlichen Fossilmuseums, den wir im Kalkbruch mit einer Schulklasse treffen. Die sind leider alle gestorben, kurz bevor das Meer, das diesen Kalkhaufen hinterließ, entstanden ist. Aber dennoch ist dies ein Rekord-Ort: Der erste Hummer wurde hier von einem kleinen Mädchen entdeckt und nirgendwo sonst gibt es so viele unterschiedliche Fossilien wie hier!


Arno auf dem Weg in den Steinbruch






Gerade wie wir so nett plaudern, entdecke ich Olivia im Kalkbruch. Ich lasse Arno alleine weiterziehen und folge ihr. Sie wartet auf mich hinter einem Hügel, unter ihrem lindgrünen Schirm am Rande eines dieser milchblauen Wasserlöcher. Der Himmel ist dunkelgrau, ein leichter Wind und etwas Dramatischen liegen in der Luft und so erstaunt es mich nur ein klein Wenig, dass Olivia mich heute vor laufender Kamera in ihr Geheimnis einweiht! Ich weiß nicht, wie ich umgehen soll mit diesem Wissen. Wie kann ich es für mich nutzen, ohne ihr zu schaden? Ihr alle, die ihr dies lest, müsst euch noch ein wenig gedulden. Ich werde warten, bis ich Olivia in Sicherheit weiß, bevor ich mit ihrer Story an die Öffentlichkeit gehe.


Als wir so integer beeinander sitzen, taucht Arno am Horizont auf und stolpert aufgeregt auf uns zu. In seinen Händen hält er den wahrscheinlich kleinsten Saurier der Welt...



Der wahrscheinlich kleinste Saurier der Welt in Arnos Händen ...

Zurück in unserer Unterkunft treffe ich Heidi im Fernsehzimmer. Sie unterhält sich mit zwei jungen Deutschen Männern. Stefan und Marcel kommen aus Rostock und haben hier Arbeit gefunden! Hier sind sie also! Pendeln jede Woche zwischen Fakse und Rostock, arbeiten nur 4 Tage und verdienen das dreifache wie in Deutschland. Der eine hat schon zwei Kinder und denkt über das Auswandern nach. Der andere schwärmt von den schönen Dänischen Frauen und blickt Heidi dabei tief in die Augen... Angst haben sie nur vor Angela Merkel und vor einem Arbeitsunfall. Gut, dies bedeutet, dass sie keine Angst davor haben, ihren Job zu verlieren! Wieviele Ostdeutsche wohl dieses Gefühl kennen?



Stefan und Marcel aus Rostock haben keine Anst mehr vor Arbeitslosigkeit!

Hier in Fakse, der Stadt ohne Grenzen, schaffen wir es sogar bis ins Radio. Zwei Stunden lang sind wir live dabei! Alle sind aufgeregt und sogar der Baron ist nur einmal eingeschlafen!


Wir sind kurz vor dem Ziel und alles wird immer besser! Ich kann es kaum noch abwarten, bis wir Kopenhagen erreichen!

M.Z./7: Nordisches Fieber

Heidi wird immer aufgeregter, aufgelöster und ausgelassener. „Es geht nach Norden!“ lässt sie ihre Blume aus Neustrelitz (die auch noch Strelitzie heisst und die Überfahrt mehr schlecht als recht überstanden hat) den ausgestopften und schon von Gulia überstrapazierten Vögeln vorsingen. So langsam drehen hier alle durch. Ich muss mich vorsehen, dass ich mich vom nordischen Wahnsinn nicht anstecken lasse! Das Kuchen backen hat mich schon gewarnt...


Wir fahren weiter durch weite Landschaften, Wolken und grüne Unendlichkeit. Selbst Uli hebt einen Moment ab, übergibt ihren Körper dem Fahrtwind und zum ersten mal sehe ich ein Lachen auf ihrem Gesicht, das weder bitter noch zynisch ist.




Und wieder werden wir von einem Meer, das von oben auf uns herabprasselt, als wolle es uns ganz und gar verschlingen, aufgehalten. Dänemark gibt uns Zuckerbrot und Peitsche. Wir finden Unterschlupf in einer Turnhalle – wie die Opfer einer echten Katastrophe. Arno erliegt dem Hallenkoller und hängt Kopfüber an einer Sprossenwand, von der er ohne des Barons Hilfe nicht mehr herunter findet. Kresch schliesst sich in eine Toillette ein und singt sich die Reiselust aus der Seele.

Auf halber Strecke zu unserem nächsten Ziel entdeckt Gulia schon wieder einen künstlichen Vogel. Am Hafen von Stubbeköbing steckt sie alle an mit ihrer Verzückung. Olivia stellt sich zum ersten mal die Warum-Frage und Heidi singt aus ihrer Liedersammlung, während die anderen wie irre um eine Mauer hinter ihr herum rennen. Uli versucht sich schon wieder überall herunter zu werfen, von der Mauer auf den Asphalt und von dort ins Meer. Olivia verzweifelt daran, schreit nur noch. Hoffentlich bringen wir alle heil bis nach Kopenhagen...







Aber zunächst fahren wir zum größten Loch Dänemarks, dem Kalkbruch in Fakse. Der Ort, der sich früher mal FaXe schrieb, was natürlich viel besser aussieht als geschriebenes Wort! Wieder eine ziegelrote Stadt mit kleinen Häuschen, die mich Arbeitersiedlungen in England erinnern. Hier produziert Haribo das unübersichtliche dänische Sortiment an Lakritzen und Fruchtgummis, Bier wird gebraut und - wie erwähnt - Kalk abgebaut. In einer atemberaubenden Landschaft, wie sie auf dem Pluto nicht schöner sein könnte! Schneeweiße Berge und südseeblaues, milchiges Wasser. Hier gibt es zu Hauf, was bei uns Mangelware ist: ARBEIT!

Samstag, September 16, 2006

in den zuegen von vormals

heute in der remise. uralte züge von 1880 und so fort.wir sind da hin.gulia wollte damit den hubertus überraschen, weil er ja manchmal nicht so gern hat, wie alles so modern geworden ist.ich lauf umher. tu als wollte ich verreisen mit einem koffer in der hand.setz mich in ein abteil. erinner mich auf einmal an alles. brief vom roland. nur das da ganz anders zeug stand.schlimmeres zeug .kann mich nicht bewegen.
und dann kommt der hubertus rein und tut so als könnt er fliessend dänisch und sieht ganz jung und mutig aus.mir war es ein bisschen peinlich weil ich gleich so verliebt war in ihn. hab nichts sagen können.dann mach ich meinen mund auf und es kommt nur französisch raus .das fand er irgendwie schon interessant. ich hab ihm allerei gestanden, wie sehr ich seine augen mag und ihn zu mir nach paris eingeladen.obwohl ich da ja gar nicht wohn. er hat zum glück kein französich können.aber wir haben dann geraucht beide , ganz nah beieinander gesessen.dann kam gulia rein und hat mir die ganze situation versaut.
mir kam alles auf einmal ganz gespenstisch vor und dem hubertus glaub ich auch.er ist dann ziemlich schnell rausgegangen .
kresch hat draussen gespielt gitarre. hab mitgesungen, ich und olivia. alle wurden ganz ausgelassen, haben getanzt.
ich hab wieder rolands brief vor augen gesehn.und an die elke gedacht die frau von der konfliktberatung aus neustrelitz, wie sie sagt, ich soll zurück nach wuppertal fahren und nicht so ohne system suchen, und das sie mal einen patienten hatte, der sich gleich nach einem gespräch mit ihr umgebracht hat.und das man die entscheidungen der menschen akzeptieren muss. und an die liesel die sagt man muss allein sein können.und wie ich auf den turm komm wo wir heute waren .den hohen turm von gedser.und dann die galgen zu seiten der strassen an denen sie ihre blumen aufhängen.da wollt ich da nur noch weg und bin auf die tür zu gelaufen von der remise. ein mann hat akkordeon gespielt.sehr lustige musik aber ich war sehr traurig. arno hat am ausgang gewartet auf mich. ich hab mich nicht mehr bewegen wollen.
und dann stand da weit draussen aber roland und hat gesungen mit seiner schönen stimme.ich hab arno angegrinst und wir sind losgerannt.roland hat sich in luft aufgelöst und wir sind in einem loch gelandet. die andern lagen auch schon drin.
später am abend wurden wir eingeladen zu einem dänischen fest.die menschen hier tanzen auch polka aber sie sind viel wilder und wechseln am laufenden band ihre partner.ich habe versucht mit einem kleinen dänischen mann darüber zu reden was mir in der remise passiert ist und das ich roland manchal sehe aber er hat mich nicht verstanden.er hat nach dem tanzen nur immer gesagt."hier hast du deinen taler" das ist hier so ein brauch.ich hab also mitgemacht.ich hab den hubertus ein paar mal prüfend angeschaut aber er guckt ganz normal als wär nix gewesen.
wir haben bis spät in die nacht getanzt.es waren echte musiker da.vielleicht waren das sogar hippies.die menschen hier sind sehr freundlich.alles was hier geschieht kann nur gut sein.wir sind umgezogen.gulia hat gesagt das muss sein.wir wohnen jetzt in so einer naturschule.gulia die spinnt echt.redet mit ausgestopften vögeln.

gedser vogelauflauf

wir sind am meer.es hängen netze um das haus.darin sammeln sich die vögel.der hübsche vogelforscher vom andern ende der welt pflückt sie alle halbe stunde, und schenkt ihnen einen ring.dann hauen sie ab nach afrika.ich bin ganz aus dem häuschen.der regen hat aufgehört.wir sitzen blinzelnd in der sonne.ich esse den ganzen tag brombeeren,und hab nichts mehr dagegen alles zu vergessen und nichts mehr zu verstehen.

weg weg weg.

wir sind alle ziemlich aufgekratzt gewesen.aus dargun weg.auto.gulia und der hubertus haben sich gestritten.erstmals.wegen der pünktlichkeit.ich hab alles aufgenommen.mit arnos bescheuerter kamera, die er immer vorm gesicht herumschwenkt damit niemandem auffällt das er da ist.dann haben alle aufeinmal angefangen zu essen,wie ausgehungerte wölfe.im auto.der hunger verbindet die menschen.das wusst ich schon mit drei.aber jetzt begreif ich die höhere metaphorik.ich hab tränen gelacht.
wie es stiller wurde hab ich gemerkt , dass ich durcheinander bin.der liesel wegen.und auch wegen dem sterben.und ich hab das gefühl ich seh manchmal sachen.
rostock kam mir etwas trübe vor.das schiff hat mich bestürzt,wirklich.ich war sehr aufgeregt.wenn man von einem schiff springt dann wird man in die schiffsschraube gesaugt und zerhackt.und wenn es abstürzt dann nimmt einen der strudel mit ins meer.
das meer hat ein kraft wie ein oder zwei atomkraftwerke. hubertus war auch sehr verwirrt.weil er ja immerzu was sucht und dann seinen ganzen koffer wieder auspacken muss.und wieder ein.
heidi hat geburtstag gehabt dann.es gab schnaps und pommes.besser noch gefiel mir der wind.heidi hat getanzt, das hab ich ja nie zuvor gesehn bei ihr.ich weiss nicht recht ob sie musste oder ob sie wollte. ich mocht nicht so recht sprechen.ich war sehr vereinahmt von meinen visionen und auch so beeindruckt von meinen mitreisenden mit einem mal.ich hab sie alle portaitiert.
olivia stellt dann immer ihre fragen.ob man sein leben lang einen mann lieben kann.ich glaube sie ist glücklicher.das erkennne ich daran dass sie immer schöner wird. als wir hier angekommen waren da hat ich gerad zeit meine tasche aus dem auto zuholen da hats wie aus kübeln geschüttet und ich hab gleich wieder ins auto gemusst.links von uns war das dänische meer.rechts der leuchturm der die schiffe vorm südlichsten punkt des landes beschützt.und olivia ,kresch ,marion und ich wir waren im auto eingesperrt haben gewartet das der regen schwächer wird.da hat olivia sich sogar einmal gefürchtet.wegen dem gewitter.ich bin jetzt im haus der vogelforscher.ich werde wie ein stein schlafen.

Freitag, September 15, 2006

M.Z./6: Gedser, wild wild west




Dänemark. Ich spüre es leichter werden in mir. Die Wolken sehen hier anders aus. Im Wasser stehen Windräder und die Stadt, in der wir ankommen, ist keine Stadt, sondern ein kleiner Durchgangsort: Gedser, ausgesprochen: „Gesser“. In der ersten Nacht finden wir bei weltuntergangsstimmung Unterschlupf in der Vogelstation. Gulia dreht deshalb völlig durch! In der Naturskole, in der wir die kommenden Nächte verbringen, wird es nicht besser. Sie spricht mit den ausgestopften Vögeln, will gar nicht mehr von ihnen lassen...





Gedser ist so besonders schön, erfahren wir bei einer Führung, weil es keine so schrecklichen Dinge wie eine Disko gibt.


Nein, das ist kein Ort für mich. Was macht nur das Dutzend Jugendlicher hier, alle zwischen asch- und weißblond, die ich in der Nacht auf der Straße beieinander stehen sehe? Früher gab es hier wohl noch allerlei, mehrer Bäcker, Fleischer, Frisöre. Heute gibt’s das alles nicht mehr. Selbst eine künstliche Welt unter einer Kuppel befindet sich hier! Mit tropischem Klima und einer Rutsche. Aber, ach, auch sie ist unbewohnt, wird nicht mehr frequentiert. Aber die kleinen Häuschen davor werden als Ferienwohnungen vermietet.


Dafür treffen wir hier Deutsche, die bei der Fähre Arbeit gefunden haben. Wieder ein Ort, der von seinen Verkehrsadern lebt.


Die Dänen scheinen besonderen Wert auf hübsche Straßendekoration zu legen. Entlang der Hauptstraße zäumen Blumenampeln mit roséfarbenen Geranien den Weg. Eigentlich warte ich fast darauf, das Heuballen über den Asphalt fegen. Dieser Eindruck wird in der Gedser Remise noch verstärkt. Hier stehen prachtvolle alte Züge und Dampflokomotiven. Das Areal ist zugewuchert mit Gräsern und Ginster. Die Zeit vergeht hier langsamer und in allen Ecken warten Geschichten darauf, erzählt zu werden. Und nebenan stehen Autos Schlange, wartend auf die nächste Fähre.





Ich muss mich erst akklimatisieren. Begreifen, wo ich bin und mit diesen merkwürdigen Gemütlichkeistanwandlungen klar kommen. Ich bin nicht die einzige. Uli findet ein unbeschreibliches Vergnügen daran, sich in den Brombeerbüschen die Hände und Beine blutig kratzen zu lassen. Dafür bringt sie am Abend mindestens 3 Kilo Früchte mit ins Haus. Und was tue ich? Fast ist es mir unangenehm es zu sagen, aber ich ertappe mich dabei, wie ich in der Küche stehe und Kuchen backe! Unfassbar! Sogar mit Streuseln. Ich muss schnell weg hier! Ich brauche einen Saloon und High Noon und einen dänischen Cowboy!

M.Z./5: Passengers to Dänemark

Es geht weiter nach Norden. Gulia kann es kaum erwarten, und doch verzögert sich unserer Abreise, weil sie einen Spatz hinter den verschlossenen Scheiben des benachbarten Bungalows entdeckt....


Julia in unserem Bungalow in Dargun

In Rostock erstehen wir einen gigantischen Berg an Lebensmitteln, weil Heidi sagt, in Dänemark sei das Leben so teuer. Ich habe noch nie so viel Nahrung auf einem Haufen gesehen. Und ich war mir bis zu diesem Zeitpunkt auch nicht der deutschen Einmaligkeit von Pflaumenmuss bewusst, das Heidi Kiloweise in den Einkaufswagen packt.
In Rostock finden wir auch endlich ein Internetcafé! Unglaublich, der Osten ist wie eine vergessene Welt. Irgendwie in der Zeit hängengeblieben, parallel oder anders real. Aber die ziegelrote Hansestadt gibt mir endlich wieder das Gefühl aus einem bewohnten Land zu stammen.




Kurz vor dem Betreten der Fähre drehen alle durch! Es ist wie ein Virus. Raus aus Deutschland! Sie lachen, tanzen und singen um den Bus herum, als gäbe es kein Morgen. Hubertus schwärmt von der dänischen Königin, Gulia singt das Titanik-Lied und selbst Arno ist ausser Rand und Band! Uli nimmt Abschied vom Leben, weil wir untergehen werden und Olivia gibt ihrem persönlichen Triumph Ausdruck, so unkompliziert aus Deutschland heraus zu kommen. Alle verbinden irgendwelche Hoffnungen mit dem, was vor uns liegt.




Wir fahren im Sonnenuntergang hinaus aufs Meer. Franz Kresch liefert den Soundtrack zu dem visuellen Ereignis, den verblassenden Lichtern der hinter uns gelassenen Stadt und den vorbeiziehenden Luxusdampfern.






Der Vollmond gibt uns den Rest! Mit „Hubertustrpfen“, die der Baron für uns bereit hält, stoßen wir an auf Heidis Geburtstag.



Dänemark. Dabei habe ich mir noch nie Gedanken über dieses Land gemacht. Dieses kleinen Stück Erde, fast nur Fleckchen im Wasser da oben im Norden. Und dennoch spüre ich es auch. Eine Leichtigkeit, die durch meine Venen sprudelt. Optimismus auf der Haut. Ich bin voller aufwühlender Vorahnungen...

M.Z./4: Das Geheimnis von Dargun

Ja, „hier is was“, das spürt nicht nur Uli. Auch Franz Kresch wird von einer Ahnung heimgesucht und macht sich auf, das Geheimnis aufzudecken. Er ist für Stunden nicht auffindbar. Der Baron ist noch verwirrter als sonst und redet mit den Bäumen, „weil die hier mehr erzählen als anderswo“. Olivia fühlt sich sicher hier. In einem Ort, der ein dunkles Geheimnis birgt, fällt eine Person wie sie nicht weiter auf. Eher fügt sie sich hinein wie ein Teil in einem Puzzle. Auch Gulias kurzes Glück mit Arno endet abrupt, als er sie „Uli“ nennt. Noch ein Geheimnis, das in Dargun ans Licht kommt? Und wieder sind hier die ganzen jungen Leute weg. Wo gehen die nur alle hin? Irgendwo muss es doch jetzt eine Auflauf junger Ostdeutscher geben!




Es ist fast unmöglich zu filmen. Selbst in einem Bräunungsstudio bekomme ich die Auskunft, der Chef hätte es untersagt. Wow! Anscheinend rennen ihnen Leute mit Videokameras die Bude ein, dass es diesbezüglich schon eine Regelung „von ganz oben“ gibt. Was haben die hier nur zu verbergen? Nur im Gasthof „Deutsches Haus“ darf ich Aufnahmen machen. „Natürlich“ sagt die junge Kellnerin. Ich bin sehr, sehr überrascht. Aber das „Deutsche Haus“ birgt ein Geheimnis, das sich hervorragend als Touristenattraktion eignet. Vielleicht ist das der Grund für dieses Entgegenkommen: Unter dem Parkett des Tanzsaales wurde vor einigen Jahren eine noch scharfe Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt! Die Stelle, die sie mir zeigt, ist ganz und gar unspektakulär. Man stelle sich aber die Aufregung all jener vor, die sich jahrelang einen Meter über dieser Bombe ihre feuchten Jugendträume aus den Körpern stampften!


"Hier lag die Bombe!"

Gulia berichtet von einem Mann, der ihr eine grausame Geschichte aus den letzten Kriegstagen erzählte. 200 Frauen sollen sich hier aus Frucht vor den einmarschierenden Russen gemeinsam auf dem kleinen See das Leben genommen haben. Mit Steinen an den Füßen in den kollektiven Tod. Unfassbar ... In dieser Zeit war es auch, dass das Schloss in Dargun samt seiner wunderbaren gotischen Kirche abbrannte, und keiner etwas dagegen unternommen hat. Gerüchte ranken sich ebenfalls um diese Geschichte. Auch die Kirche, deren Ruine durch Glasanbauten wieder nutzbar gemacht wurde, birgt eine Legende. Einen dreizehnten Konfirmanden, der wie aus dem Nichts aufzutauchen pflegte. Ein unerkannter Unbekannter, der nach der Zeremonie auch gleich wieder verschwand.


Darguner Schlossgeister als Salz- und Pfefferstreuer

In der Nacht sitze ich mit dem Baron und Gulia vor dieser Kirche. Es ist Vollmond. Auf einmal taucht ein unheimliches etwas vor der runden, milchigen Scheibe auf! Es sieht aus wie eine Windhose, ein Schwarm von millionen Stechmücken, die sich in einem Konvoi kollektiv auf den Weg ins All machen...


Ich bin heilfroh, als wir diesen Ort am nächsten Morgen verlassen!

Donnerstag, September 14, 2006

Liesel

"mein mann ist mit 50 gestorben.... das war schon eine schwere zeit.... nein ich habe mich danach nie mehr verliebt....das war erst mal ganz unvorstellbar... und dann in dargun einen mann zu finden.....aber ich wollte auch nicht... es gibt ja leute die das sehr brauchen ..... aber ich brauchte das nicht, ich konnte das, allein bleiben...ich bin eigentlich nicht einsam.....ich bin immer viel unterwegs...mit der gruppe hier treffen wir uns einmal in der woche und dann bin ich noch in einem chor und ....wir machen es uns schön miteinander..wir sind schon eine schöne gruppe..und vor kurzem hatte ich geburtstag da haben sie mich überrascht...sie hatten drei lieder vorbereitet und haben für mich gesungen...sowas ist sehr wichtig...wenn ich so mit dir tanze muss ich sehr an früher denken ...du erinnerst mich an meine Tochter...sie ist ausgewandert ..... nach england.....das ist weit weg...ich wünsche mir gesund zu bleiben ..wenn man älter wird merkt man das die gesundheit das allerwichtigste ist....ja...du grüss mir Frankreich falls du hingehst....da war ich nämlich noch nie.."

die liesel weiss wie man sich ganz von einem menschen verabschiedet, sie hat aufgehört nach ihm zu suchen.
wir haben zusammen getanzt im klosterhof vom dargun
die liesel ist mir ganz ins herz gewachsen

Freitag, August 25, 2006

uli spricht mit maik übers kämpfen.oder maik soll ich sein

heute auf der strasse.dargun.ein paar leute in geschäften.ein paar autos.ein weg der runter zum wasser führt.hubba bubba.geh die hauptstrasse immer rauf und runter.warte auf irgendeinen menschen.

Maik steigt aus dem auto aus klebt plakate an säulen. "Zwei Männer, ein Käfig, keine Regeln" Kampfsport.Drachentätowierung an der fessel.kresch sagt, menschen mit chinsesischem zeichen im drachen sind gut dran. in eile.warmherzig.weltmeister in legalcombat(?) .endlich einer der auch kämpft.da kämpft man ohne regeln.nur ein bisschen regeln.das geschlecht darf nicht verletzt wereden.bitte bitte erzähl mir eine geschichte.irgendeine.von dem drachen.wie war das kämpfen .bist du verliebt.wie war es wenn du verloren hast.

"....der drache steht im chinesischen als symbol für stärke....wenn ich kämpfe dann ist das was ganz anderes, dann bin ich nicht mehr der maik mit dem du dich hier so nett unterhalten kannst, das ist dann eine ganz andere ebene ....ich bin dann in einem ganz anderen zustand....von wachsamkeit....nein... ich bin im moment nicht verliebt....ich bin glücklich getrennt lebend...wir haben uns getrennt weil das kämpfen für mich eine lebensweise ist....das beeinflusst alles....das hat sie nicht verstehen können...nein jetzt kämpfe ich nicht mehr...ich unterrichte noch...ich trainiere...wenn ich verloren habe dann war das immer sehr schmerzhaft..ich war oft wütend..nicht wegen dem verlieren an sich ,sondern wegen meiner eigenen inkompetenz...ich habe mir dann stundenlang die kämpfe auf video angeschaut und meine fehler studiert...bis ich sie nicht mehr gemacht habe...(lacht) also kleines wir müssen weiter...."

ich brauche ein video von mir.ich weiss nicht,ich weiss nicht was ich falsch gemacht hab.
wenn er mich gefragt hätte ob ich mitkomme dann hätte ich das sofort gemacht.
maik soll ich sein.

hier is was. dargun.

ist ja das erste mal in meinem leben das ich solche gemäuer betrete.die steine sind kühl und die wiesen sind grün und alle sind ein bisschen polka verrückt.ich möchte sagen ich bin froh aus neustrelitz weg zu sein. es hat drei tage lang geschüttet wie aus kübeln, und trotz der vielen hoffnung stand ich bis zum hals im wasser oder besser gesagt im schlamm. nachdem ich begriffen hatte das es da keine roland verwandten mehr gibt, war mir irgendwie alles egal.irgendwer hat mich von den treppen aufgesammelt nach dem psychologischen gespräch und irgendwer hat gefragt kommst du mit und irgendwie hat für mich ja gesagt.ICH ERZäHLE DAS NUR UM DEUTLICH ZU MACHEN DAS ES HIER GANZ ANDERSRUM IST.wir sind nämlich raus aus dem auto und die luft war ganz zärtlich mit uns. sogar arno hat mal seinen popo geschwungen und sowas ähnliches wie tanzen gemacht.etwas ähnliches wie tanzen.
jaja.hubertus kennt wieder mal alle leute .habe fast das gefühl er wollte hier her oder überhaupt überall will er bloss mit seinen alten freunden quatschen.hier hat er uns gleich zum treffen mitgeschleift und es scheint hier so ein brauch zu sein dass man gleich miteinander tanzt und dabei laut lacht und schreit.hab ich sehr gut gefunden.ich hab mit einem mann getanzt der war viel älter und stärker als ich und wir waren sozusagen zusammen auf einem karussel.danach waren alle glücklich.ich denke hier viel über den abschied nach,ohne dass es weh tut.zuweilen muss ich beim gedanken an roland auch grinsen..in der kirche ist mit mir was komisches passiert..da war es auf einmal so als wäre ich zum heiraten her gekommen und roland war auch da.sass ein paar reihen hinter mir und als ich mich neben ihn gesetzt hab war er weg.und arno ist aus der kirche nicht mehr rauszukriegen. er sitzt da und grübelt.staub wird aufgewirbelt.in der wolke sitzt olivia und hubertus tobt.

Freitag, August 18, 2006

Neustrelitz-sang

Jeg har skrevet en sang. melodien er Bamese fødselsdag. i må gerne synge med derhjemme i stuen.

Fra sommerscenen lyder i gaderne det høje C
Karaoketur ses næst på neustrelitz-party.de
En blomst der dør her på egn
er valgt som byens vartegn
Hip hurra for Neustrelitz!
med eventyr, stuk og blitz!

Mittwoch, August 09, 2006

PARTY in Neustrelitz

Ja, wir sind drauf..
Man behöver blot tage paa karaokebar en enkelt aften og dagene efter tog jeg saa paa internetcafé for at skrive til lisbeth og pölle at jeg ikke naar hjem til min födselsdag imorgen. Imorgen! Men, bum kommer internetcaféejeren hen til en og siger han har noget han vil vise mig. Du er paa neustrelitz-party.de, hvor tit sker det lige? Det er lidt en blanding af storby og landsby-stemning her i byen, hva?

Baronen og Gulia ses med ryggen til. Sangfuglene er Uli og Marion.Pip


Pip-pip-Party! We are sailing, osse lige präcis det vi er.

NEUSTRELITZ

Ein gestrandeter Neustrelitzer und Exberliner hat mir erzaehlt,dass der Zierkersee zu Fuss ueberquerbar ist.Das ist die einzige Stadt die ich kenne die einen so niedrigen See hat ,den man zu Fuss ueberqueren
kann.Dabei hat er wiorklich eine beachtliche Groesse und ein sogenanntes Binnengewaesser,ohne Zu,nur mit einem Ablauf.Mit einem Boot kann man bis nach Hamburg,Berlin fahren.

Olivia in Neustrelitz

Am ersten Abend traf sie zufällig, als sie nach einen ersten möglichen Versteck suchte, den kleinen netten Norbert. Er hatte lange in Berlin gewohnt, wo er am Flughafen Tempelhof Flugzeuge reparierte. Als Rentner ging er nach Neustrelitz weil es ”so schön und ruhig ist”. Auf die Frage was er jetzt tue, sagte er ”ich bin schon zu alt” 60 war er!
Er führte sie zum Zierkersee wo ein paar verlassene Boothäuser waren. Er meinte dort würde sie niemand finden


Am nächsten Tag, ging sie zum Arbeitsamt , um sich beraten zu lassen. Leider wurde sie nicht ernst genommen, musste hinter verschlossenen Türen warten um danach höflich rausgeschmissen zu werden.
Olivias Rat: Gehe nie mit platinblonder Perücke zum Arbeitsamt. Auf jeden Fall nicht in Neustrelitz.

Nach diesem Unglück zog sie durch die Strassen auf der Suche nach netten Menschen die ihr weiter helfen konnten. Auf dem Hinterhof eines Hauses an der Haupstrasse, endeckte sie ein Trödelladen. Dort freundete sich zuerst mit Harold und dann mit seinem Bruder Frank an, dem jüngerern, dem Chef. Er verriet ihr, dass in seinem Haus 25 Menschen wohnen von denen 3 Arbeit haben. „Die Zeitungen lügen“ wenn sie über Arbeit im Osten reden, sagte er. Er war zur zeit der Wende als Mechaniker für Autos und Motorräder tätig. Hatte 1000 DM im Monat verdient, 16 davon zahlte er für die Miete. 16 ist eine Zahl die ihm Nah liegt. 16 war er als er von seiner ersten und wahren liebe getrennt wurde: Eveline G. 16 Jahre ist er mit seiner Frau verheiratet. Aus dieser Liebe ist Hass geworden. Da kam Uli Schrank ins Spiel die diese Geschiechte ausführlicher erzählen wird.
Ûber ein Versteck konnte ich durch ihn wenig erfahren: er würde sich nie verstecken da er nicht allein sein kann.

neustrelitz .konfliktberatung

er ist nicht da.
ich bin dumm.
ich hab mich die treppen runtergestürzt.
war danach ein bisschen krank.
mir ist jetzt alles egal.ich werde keine märchen mehr erzählen.
nachdem ich vor dem haus seiner verwandten stand und die da nicht existierten.
war ich in der schlosstr.
konfliktberatung.
das werde ich noch genauererzählen.mit weniger leeren augen.
ich geh jetzt einfach mit.dem hubertus und der olivia und allen.egal wohin.


neustrelitz
da ist der zierkerzierkersee
da ist der glambecker see
heute liegt kein schnee
es ist sommersommersommer
alle kommt schnell her
kommt nach neustrelitz
hier ist es wunderschön.
neustrelitz
neustrelitz.

lied von kresch und einer oma.ich bin unglücklich.

DANNENWALDE

"hier passiert nichts";so eine Bewohnerin"ab und zu kommt mal ein Wildschwein.

Irgendwie kommt mir dieser Ort bekannt vor.Mir ist als ob ich schon mal hier war,kann mich aber nur dunkel daran erinnern,fast wie in einem Traum in dem es ploetzlich
schwarz wird.Wie war das noch? Ja ich fahre mit einem LKW die ,wie hiess sie doch gleich, B96 entlang,als ich ploetzlich eine Tankstelle sehe,daneben ein Gasthof,ein alter Fachwerksbau.
Ich will also die Tanke anfahren,als ich ploetzlich die Kontrolle ueber das Fahrzeug verliere.Ich rase also durch das Gebåude,nehme den ganzen Vorbau mit,bis ich schliesslich vorne
an der Theke,oder so was åhnlichem zum stehen komme.Chaos,Stille.Draussen an den Balken des Vorbaus waren zwei Pferde angebunden,sie konnten fliehen.sonst war das Haus
auch wie lehrgefegt,es schien niemand verletzt zu sein.Ich nahm mir ein Bier und machte mich auf den Weg.Dann erinnere ich mich an nichts mehr.Das muss jetzt ueber 14 Jahre her sein.

Bei meinem heutigen Gang durch die Stadt,bin ich auf ein Versteck von Kindern gestossen.Habe laut an die Tuer geklopft und Polizei gerufen.Sie hatten Spass am Schrecken und beim
2.Rufen haben sie mich auch reingelassen.Wir hatten eine gute Zeit, haben viel gesungen und gelacht."die Einrichtung haben wir vom Schrottplatz und geschenkt bekommen"haben sie erzaehlt.
Wollte sie alle einladen,aber einige durften noch nicht ueber die B96,um z.B.zum Bahnhof zu gelangen,obwohl die Strasse seit langem eine grosse Baustelle ist.

Zur Show: Der Bahnhof war eine unheimlich gute Kulisse zum bespielen.Das Bahnhofsgebåude,welches als Museum umfunktioniert worden ist,die vorbeifahrenden Zuege und der umliegende
Wald ,machten die Kulisse einmalig.Besonders viel Spass brachte die Zusammenarbeit mit der Chorgruppe"Granseer Spaetlese"aus dem benachbarten ort Gransee.

Dargun- hvor hjerterne mödes....

Ja, der er sket meget nyt siden jeg sidst forsögte mig udi dette for mig nye medie. Vi har väret bäde i Neustrelitz og i og i Dargun siden den märkelige forfaldne banegaard i Dannenwalde. Jeg var i Dargun lige ved at blive forelsket i Arno. Han er ikke interesseret i fugle, men drömte engang og at blive cirkusartist. Han jonglerede for mig med toiletbörster og det var virkelig meget meget romantisk, selv om man ikke skulle tro det. Ja, vi havde virkelig en dejlig og speciel dag i Dargun og jeg er sikker pä at jeg ogsä var en del af grunden til at Arno ikke tog tilbage til Berlin. Den romantiske stemning sluttede dog brat da Arno kom til at kalde mig for Uli, jeg tror de har noget sammen je ikke ved noget om. Ja det tog lige lidt tid at komme sig over det, men nu har jeg det fint igen.
Nu er vi i Rostock og skal med färgen til Danmark i aften... Vi skal sove pä Gedser Fuglestation og det gläder jeg mig meget til.

neustrelitz:uli spricht mit frank oder frank ist wie ich

ich hab ihn getroffen in seinem an und verkauf handel.er spricht über evelyne gottschalk

"...ja die lieb` ich immer noch...wir waren zusammen im heim..und wir waren kinder wir durften ja nicht entscheiden..und als wir 16 jahre alt waren da haben sie uns dann getrennt..ich lieb sie immer noch..evelyne gottschalk heisst sie..ich hab mir ein tatoo machen lassen(EG)....das war das erste mal in meinem leben das ich wirklich für etwas gekämpft habe..ich bin ja sonst eher ein zurückhaltender typ...ich bin damals so dumm gewesen...die ware so ein schönes mädchen...alle wollten sie haben..und nur einer hat sie gekriegt...sie hat geheiratet...inzwischen weiss ich wo sie lebt...aber ich will sie nicht anrufen, ich habe angst sie könnte mir sagen dass sie mich nicht sehen will...ich will sie zufällig treffen...das wäre dann ehrlicher als wenn wir uns verabreden..ich hab mir vor fünf jahren ein motorrad gekauft und fahre dann durch die gegend in der sie lebt...um sie zufällig zu treffen...und irgendwie fühl ich mich ihr auf dem motorrad näher..weil ich alles riechen kann und die luft spüre..viele glauben nicht an die liebe..aber für mich ist sie ganz doll wichtig..wirklich.."

später hat er zu olivia gesagt, dass er nicht weiss ob er die evelyne von damals noch einmal wiedersehen wird..aber das ist mir doch auch ganz klar.roland.das wir alle dauernd uns verändern.und ausserdem...ich zitiere den eismann, der sein eigenes eis nicht mag:"wer sucht, wird finden."

Roland märchen

der liebste roland
es war ein mädchen das hiess uli. es hatte eine stiefmutter und eine stiefschwester.die stiefmutter war eine hexe. sie sagte zu ihrer richtigen tochter weil diese war so neidisch auf ulis schöne schürze"sei still mein kind, du sollst sie auch haben.deine stiefschwester hat längst den tod verdient, heute nacht wenn sie schläft haue ich ihr den kopf hat. uli hat mitgehört und bei nacht ihre schwester nach vorn ins bett geschoben.da war der kopf ab. uli hat blut aus dem kopf auf die treppe getropft,blut in die küche, und vors bett immer einen tropfen.

sie ist zu roland und sie sind geflohen, weil sonst wären sie verloren sobald der tag anbräche.am morgen als die hexe aufgewacht war rief sie ihe tochter "wo bist du?" und das blut hat geantwortet "ei hier auf der treppe da kehr ich"aber niemand."wo bist du" sagte sie wieder. "ei hier in der küche da wärm ich mich" aber niemand da."wo bist du?"fragt sie "ei hier im bette , da schlaf ich" sagte das blut.da geht sie zum bett und sieht ihr kind wie es in seinem eigenen blute schwimmt und gerät in wut und der tod macht ihre augen scharf und so sieht sie uli und roland weit draussen im lande wie sie davonlaufen und der tod macht ihre füsse schnell und bald hat sie sie eingeholt..aber uli hat ihren liebsten in einen see und sich selbst in eine ente verwandelt die auf dem see schwamm.

.die hexe steht also fluchend mit ihrem brot am wasser und uli fühlt sich wohl wie ihr liebster das wasser wird auf dem sie schwimmt.die hexe geht und kommt aber wieder. da verwandelt sich uli in eine blume die mitten in einer dornhecke steht und roland in einen geigenspieler.die hexe fragt ob sie die blume pflücken darf und der spielmann sagt ja aber als die hexe in die dornenhecke geht spielt er drauflos und die hexe kann nicht aufhören zu tanzen bis sie sich zu tode getanzt hat..blutig und wund und nackt und zerstochen.grausamer tod von grausamer liebender uli erfunden. roland will gleich zu seinem vater und die hochzeit bestellen und derweil verwandelt uli sich in einen stein, einen roten stein.und wartet.und roland kommt nicht wieder.er gerät in die fallstricke einer andern.uli ward traurig ujnd verwandelte sich in ein blume und dachte "es wird ja einer dahergehen und mich umtreten". aber ein schäfer hat die blume gepfückt, und in eine schachtel getan..weil über nacht immer seine wohnung von oben bis unten aufgeräumt wurde hat er sich gewundert und ist mal länger wach geblieben.da kam die blume aus der schachtel gekrochen und er hat ein laken über sie geschmissen.da war uli wieder uli.der schäfer wollte sie gleich heiraten aber sie wollte treu sein.

dem roland.als sie aber hörte dass ihr roland heiraten würde, da zersprang ihr das herz fast im leibe. und sie musste zudem zur hochzeit gehn und zu ehren des paares singen. wie alle mädchen das mussten. sie wurde abgeholt und wurde in der reihe der mädchen ganz stumm.und blieb als letzte übrig, die nicht gesungen hatte. und da sang sie dann vom traurigen sonntag. roland erkannte die stimme und alles was aus seinem herz verschwunden war das kam wieder heim zu ihm.und die hochzeit wurde gleich abgesagt und uli und roland wanderten aus nach norwegen und später china , japan. brasilien.das war gut.
ich muss zitieren , frank aus neustrelitz:
KEIN FLEISCH
KEINE ZIGARETTEN
KEIN ALKOHOL
KEIN HEIRATEN

wer braucht denn den heiratsschrott.die liebe ist doch etwas tiefes.
Dienstag 8. August 06

ich sitz da in dagoon in der kirche. wo eine ruhe ist und versuche mir klar zu werden. zum beispiel warum ich eigentlich weg bin aus berlin. was ich denn suche. habe gestern einen schönen nachmittag mit frau falkenberg verbracht. ich hatte die total verrückte idee einen rekord im sonnenstudio von dagoon aufzustellen, doch die dame die den laden führte sagte, dass sich die geräte nach dreissig minuten abschalten, und sie mir das sonnenbad dann wegen meiner sonnenallergie doch abrät. wir hatten in dem laden dann trotzdem eine schöne zeit. es gab schokolade kostenlos. und die wände waren mit holz verkleidet. schon irgendwie abenteuerlich. als ich dann zu giulia dann aber irrtümlich ulli sagte, war es dann mit den amüsanten gesprächen über vögel und rekorde vorbei. sie hat mich den ganzen restlichen tag nicht einmal angeschaut. hat sich nur mit ihren vögeln, enten beschäftigt. und dann der anruf meiner mutter. sie behauptet ich hätte ihren personalausweis irrtümlich mitgenommen, und solle sofort zurück nach berlin kommen. ausserdem sei sie schwerkrank geworden und liege nur den ganzen tag im bett. also im ganzen war das alles ziemlich unklar was sie mir da erzählt hat. ehrlich gesagt bin ich ja auch nicht so blöd nicht zu merken, dass sie mich einfach zurück in ihre klauen locken will. trotzdem hat mich das alles ziemlich durcheinander gebracht. und deswegen also sitz ich hier alleine. abseits von dem trubel dieser bande. und denke nach.......

neustrelitz

"und dann verwandel ich mich einfach in eine blume und dann wird schon einer vorbeikommen der mich umtritt"
ich uli schrank werde hier tag um tag trauriger.es schüttet auch .
es gibt geschäfte und keinen einzigen kaugummi automaten.viele häuser stehn leer.hubertus kennt schon wieder leute.
herrn richter.ist ein alte connection von 1931 hat er gemeint.ist auch so ein liebhaber der herr richter , märchenliebhaber.
nennt sich auch rotkäppchen.ja und da stelle ich fest in seinem haus voller geschichten wurde auch eine geschrieben über mich
und roland. das haus war sehr voll und es hat seltsam gerochen.alle waren irgendwie müde

M.Z./3: Liebe in Neustrelitz

Neustrelitz! Endlich eine Stadt... obwohl der Baron ein Schreiben erhalten hat, dass es "nicht den Tatsachen entspricht", dass die Stadt schrumpfe, belegen die Einwohnerzahlen, die ich in der Touristeninformation erhalten habe, einen Einwohnerrückgang von 100 pro Jahr. Ich habe leider nicht herausgefunden, wie diese Stadt das macht, dennoch nicht zu schrumpfen. Der Dauerregen, der mir aufs Gemüt schlug, hielt mich vom intensiven Recherchieren ab. Lieber saß ich in der Küche unserer Unterkunft in der Schloßstraße, in einem Künstlerhaus. Dort kam ich denn auch Gulia Falkenberg - der Taubenfütterin - etwas näher. Eine etwas steife, aber recht freundliche Person. Der Dauerregenlangeweilefrustschieberei zu entkommen habe ich sie zu einem Besuch in der anliegenden Karaokebar überredet! Einige der anderen "Personen" schlossen sich uns an! Haben es damit sogar auf die website www.neustrelitz-party.de geschafft! (direkter link: http://cafenz.dyndns.org/neustrelitzparty/index.php?option=com_ponygallery&Itemid=29&func=viewcategory&catid=18
Bildertipps: KaraokeNight030806, KaraokeNight030806)

Hier sieht man Gulia mit Arno "Summer Nights" zum besten geben...

Mit Gulia habe ich denn auch den Kirchturm erklommen. Das war eine langwierige Angelegenheit, denn die Dame ist alles andere als schwindelfrei! Aber irgendwie hat mich ihre zurückhaltende Art, ihr kleiner Kampf gegen ihre Angst berührt...
Gemeinsam führten wir auch eine Umfrage durch: Würden sie jemanden, der bei Ihnen an der Tür klingelt und sie darum bittet, bei Ihnen duschen zu dürfen, dies geststatten? Drei von vier Personen haben dies bejaht... zum Glück waren wir nicht auf die Erhlichkeit dieser Neustrelitzer angewieden, da unsere Gastgeber uns sein privates Bad zu Verfügung stellte! Dazu gab's dann Kaffee für die Wartenden. Nun. Eine knappe Woche ohne ein schickes Bad, da lernt man fließend warmes Wasser sehr schätzen.


Auch mit Heidi Klausen, der Dänin mit dem Blumentick, bin ich einen Abend nach dem Regen durch die kleinen Straßen gezogen. Dort trafen wir einen Mann, der uns mit in seinen Garten nahm. Dort wurden wir Zeuginnen eines kleinen Beziehungsdramas. Ein netter Mann, aber eine unschöne Geschichte. Die einen haben in Neustrelitz eine neue Liebe oder Freunde gefunden, andere tun sich offenbar sehr schwer damit.

Heidi und der nette Mann VOR dem Drama


Ich am Ziercker See

Donnerstag 3.August 06 – Hotel Kunst Neustrelitz


Wir sind zunaechst einmal hier in Neustrelitz eingekehrt. Ein Hotel auf dem Kunst draufsteht dient uns als Zuflucht. Nebenan wohnt auch so einer. Die Bilder naja. Ich versteh ja nichts von Kunst, aber sowas koennte ich auch. Hab meiner Mutter eine Karte geschrieben, und sie nicht abgeschickt. Das ist so eine Art Rebellion glaub ich. Da kann ich sicher von Herrn Crash noch einiges lernen. Ich bin ja auch immer auf der Suche nach Abenteuer. Zum Beispiel das Maerchenmuseum in Neustrelitz. Ich fuehl mich ja meist in fremden Hauesern sehr unwohl, aber das hier war schon faszinierend. Einst hatten die hier das groesste Maerchenbuch der Welt stehen 2,61 x 1,90. Doch der Rekord ist von ich glaube einem Schweden gebrochen worden , und dann haben die einfach aus beiden eines gemacht. Also liegt der Rekord jetzt bei 13,10 x 4,5 Meter. Da gibt es auch das kuerzeste Maerchen der Welt! Das ist von den Marx Brothers und geht so:
Und Rotkaeppchen sagte zu dem Wolf ”WOW,WOW,WOW”.

Randshow-show i Dannenwalde













31 juli dannewalde.

das tut mir so im herzenweh, wenn die menschen früh sterben müssen, sowie friedel auf dem friedhof von dannewalde.
wir haben uns weiter vor den zügen erschreckt.das auto funktioniert des weiteren nicht.
ich wollte einkaufen aber es gibt bloss kaugummi automaten und eine weisse bank vor einem leeren feld.als wir gefragt haben ob die zeit hier anders ist haben sie gelacht. die zeit sei vielleicht stehengeblieben.warum warum warum. ich mich nicht zu friedel ins grab leg?damit die zeit nicht stehen bleibt.. olivia hat geweint und viel gelacht .
sie mag irgendwie schutthaufen.es gibt vertrocknete fledermäuse auf dem fenstersims.wir haben geputzt.
hubertus kennt hier viele leute.in gransee.noch so ein dings. mit alten stadtmauern..ich weiss nicht ..die frauen singen
die männer sind alle verbrecher , ihr herz ist ein finsteres loch, aber lieb , aber lieb sind se doch.
die können mir nicht so viel sagen über die liebe. die sagen eher dass sie wegen dem heiraten nicht alles haben machen können was sie gewollt haben..die frauen sind auch nicht viel besser aber lieb aber lieb sind se doch.

wir waren auf der dresine.geisterstadt im wald.
alte bunker .wurden zugeschweisst .voll mit munition 38000hektar grosses gebiet.
mann darf die ruinen nicht betreten.sagt herr spielhagen.

irgendwann ist so ein ding mal in die luft geflogen.war ja jewitter jewesen.
aber arno weiss da mehr.
er schraubt am auto rum und sagt "nischt".
wir warten
am bahn steig.

im übrigen gab es hier den grafen von waldow .er hat sich in eine junge tänzerin aus berlin verliebt und hat sie geheiratet obwohl sein vater ihn dann enterbt hat, das alte schwein. dann kam ein hübsche baltin. die fand sein vater auch besser, und der graf hat sein erbe zurückgekriegt.tja.nischt ist ein internationales und zeitloses wort.
mir ist das geld egal.nach dieser familie haben sie den ort benannt.

ich könnte bleiben. aber roland hat ein paar verwandte in neustrelitz wenn mich nicht alles täuscht.
olivia ebenso könnte bleiben. es gefällt ihr hier.

Sonntag, August 06, 2006

Nu er vi så i en ny by

Og den hedder Dannenwalde. Der bor et par hundrede mennsker, man kan enten gøre karriere i byggebranchen eller på kroen, hvis man er en af de få heldige med job her i byen. For tiden er der ikke så meget los her, fordi vej B96 er ved at blive repareret og den trafik der normalt farer forbi er begrænset til cykelryttere og tog. Der er en cykelsti mellem Berlin og København, det havde jeg ikke anet 1-2-3 gear.

Vi har kunnet bo på den gamle banegård, og den kunne godt bruge en kærlig hånd. Så er det lige jeg spørger: hvor tit er det lige man finder en indetørret flagermus i vindueskarmen?

Men altså, byen er bare dejlig. Der er tre gader, ro og blomster i haverne. Jeg var så heldig at få en masse stiklinger af de forskellige stauder. Man skal altså bare spørge, så får man blomster og en snak på gebrokken tysk over hækken.
Jeg fik også plejet om nogle tagetes i en kumme ved byens centrale bænk, der var blevet vandaliseret. Hvad får dog folk til at handle så uhumant?


Måske kedsomhed og det faktum at tiden kan gå ufatteligt langsom i den lille by. Jeg fik mig også en snak med Dannenwalde-ungdommen. En pige og en dreng sad bænket ved busstoppestedet og fik tiden til at gå. Helt med vilje og velvidende at bussen ikke går for tiden. Ægte Godot-hangaround. Mismoden kunne også spores, men heldigvis også interessen.

Der kom mange til vores show, som også løb pletfrit. Bedst som vi stod og dansede moderne på trinbrættet ankom der et kor fra den nærliggende by, Gransee. De lagde ud med at synge 'Gransee in Brandenburg' på Boney M melodien 'Rivers of Babylon' -en bedre aften kunne man da ikke forestille sig!

Alex-sang

Den her sang kan i synge derhjemme i stuen, melodien er bamses fødselsdag.

Mens vi er her står mange folk og venter under jorden
bratwurst, U-bahn det er ting vi ikke har i norden.
Berlin er fin -was ist das, Her er folk af alle slags
Hip Hurra vi gir' den gas -på Alexanderplads!

30 juli autopanne

der mann arno , der so steif geht wie ein brett, hat ein schrottauto...
wir sind aber unterkommen in diesem wunderlichen alten bahnhof.
mitten in der nacht.eine linde vor der tür hab ich gesehn heut am morgen.bauarbeiter.staub.
war so müde hab nicht gespürt das immerzu züge gleich am haus an uns vorbeirauschen.alles zittert.
ich weiss nicht ich weiss nicht ob ich hier bleiben soll .
mit diesen leuten und ich denke ich kann bei nacht weggehen richtung norden immer den schienen nach.
und vielleicht kommt mir dann ein zug entgegen.und dann mach ich die augen einfach zu.
ich bin hungrig.muss mal frühstücken.

Samstag, August 05, 2006

29 juli geburtstagsparty am strassenrand

kurzschlussreaktion.berlin verlassen.es hat mich geschüttelt vor wut. roland.ich schmeiss mich bald aufs gleis.dann kannst du die matsche von den schienen kratzen.
hm.auch traurig bin ich gewesen und glücklich in dieser seltsamen stadt. meine wut hat mich in ein auto gespuckt. mit sieben anderen.sieben raben, sieben rätsel.
losgefahren.felder.es ist nacht und wir halten .mitten im nichts.bunte girlanden.gaststätte. fest.betrunkene alte damen.die sterne anders als in berlin. schon wieder wurst. wurst ist eine gemeinsamkeit der menschen. alle winken und sind fröhlich. und hüpfen .sogar die buckligen.

ich singe und ich singe aus voller kehle dem himmel entgegen
ICH WAR NOCH NIEMALS MIT DIR FORT
ICH WAR NOCH NIEMALS RICHTIG FREI
ICH WAR NOCH NIE MIT DIR TAN-ZEN

Ich bin in Dannenwalde!

Auszug aus einem Interview (01.08.06) mit Frau R. Der ehemaligen Bahnhofsvorsteherin von Dannenwalde.
Sie erzaehlt an dieser Stelle von der Explosion im Munitionslager der Russen (1976).

..... Ich kam heraus aus der Kueche und ich sagte, ”Menschenskinder, das hoert sich an als waer ne Muna (Munitionslager) explodiert!”. Hab ich so aus Quatsch jesacht. Det Jewitta. War ja n Jewitta jewesn. ”Det Jewitta hoert sich ja an als waer ne muna explodiert.” Und auf enmal kam ne Bekannte hier an und sacht, ”Macht das ihr hier wegkommt, die Muna explodiert!”..... Alle in en Auto, siebn Mann warn ma alle, alle in en Auto rinn, und los....

Die Stadt wurde daraufhin fuer mehrere Tage evakuiert. Der Vorfall wurde vertuscht. Frau R. erzaehlte uns, dass sie gesehen hatte, als sieben Saerge in die Station der russischen Besatzer gebracht wurden.

Mittwoch 2. August 06 – endlich raus hier aus Dannenwalde

Meine Koffer lagen schon morgens um neun Uhr sauber verstaut im Kofferraum ”meines” Wagens Rosinante. Ein Bewohner der Dorfes hatte sich erbarmt und unser Auto repariert. Ich hatte gestern den halben Tag damit verbracht meinen Kopf unter die Motorhaube zu stecken. Aber ich fand da drinn bloss Muell, und mein geliebtes Buch der Rekorde 1978! Ich glaube da will mir irgendjemand in der Guppe nix gutes... Ich vermute ja das war Herr von Hohenzentin. Der lacht immer irgendwie einmal zuviel...
Doch bevor wir richtig losfuhren kamen wir erstmal der Einladung Hernn Spielhagens nach und machten eine Spazierfahrt mit seiner selbsterfundenen Dresine, die sich wie ein Ruderboot fahren laesst. Davon gibt es also Weltweit nur diese eine! Weltrekordgeschwindigkeit im Dresine fahren ist uebrigens 60 kmh. Wir schafften leider nur 20kmh. Waere mir aber auch ehrlich gesagt ohne Helm zu gefaehrlich gewesen...
Wer auch einmal Lust hat auf so eine abenteuerliche Fahrt (3km / 30km), einfach Herrn Spielhagen anrufen. 0171/5234336

M.Z./2: Last Exit Dannenwalde

Sonntag / Wir haben in der ehemaligen Eisenbahnerwohnung eines geschlossenen Bahnhofs übernachtet. Die ganze Nacht erschütterten vorbei fahrende Güterzügen das Gebäude und unsere Körper darin. Doch obwohl der Ort winzig zu sein scheint, halten am Tag Züge. Radfahrer steigen aus und ein.

Die ”Personen” verlassen gegen 14 Uhr das Haus. Ich folge ihnen, durch den Ort, über aufgerissene Straßenwunden, vorbei an Schuttbergen und orangefarbenen Baggern.
Der Ort. Was mir zuerst auffällt, ist die Stille. Nur das Zirpen der Grillen und ab und an ein vorbeifahrender Zug. Auf einer Wiese, die sich anschickt ein „Barfußpfad“ zu werden, liegt ein Stein für Einstein. Oder vielmehr mit einem Zitat von eben diesem, das das Herumgehen auf nackten Füßen mit gesundem Menschenverstand gleichzusetzen sucht. Petras Bistro ist geschlossen. Die Kirche, rund und rosa. Radfahrerkirche. Schmetterlingsflügel auf einer Garage. Eine Kreuzung führt nach Stralsund oder nach Himmelpforten – weiß nicht, welcher Ort verheißungsvoller klingt. Auf dem Weg zur Bushaltestelle „Kirche“ lasse ich mich von einem bellenden Hund aufhalten. Ein Garten voller Dahlien. Komische Häuser. Neben einem grauen Wohnklotz stehen zwei apricotfarbene Neubaublöcke. Irgendwie habe ich kleine Hütten erwartet, einen alten Dorfkern mit Brunnen vielleicht.








Immerhin ein Teich, grün vor Entengrütze. Und dann, zwischen den neuen und den alten Mietskasernen, stehen sie doch, die Hütten. Was um Himmelswillen sind das für Gebäude? Nett drapierte Spitzenvorhänge in den winzigen ebenerdigen Fenstern. Sieht ein bisschen aus wie ein Slum. Stühle im Innenhof. Was für Menschen leben hier?


Der Ort, er ist wie ein unbeweglicher Körper, durch den Verkehrslebensadern fließen. Die halten ihn am Leben. Der Radweg, der von Berlin nach Kopenhagen führt, bringt mehr Leben in den Ort, als es der Sozialismus vermocht hat. Unvorstellbar die Zeit davor. Die Gleise leiten in unregelmäßigen Abständen ein Grollen durch die Gedärme der Siedlung. Die B96, auf der einst der Fahrer eines LKW Fahrerflucht begangen hat, nachdem er durch die Außenwand der Dorfkneipe fahrend den Tresen zertrümmert hatte, ist eine einzige Baustelle. Der Hauptschlagader wird ein Bypass gelegt. Jetzt werden die Autos von den merkwürdigen Hütten verschluckt, die sich als Garagen entpuppen. Als oberirdische Partykeller.

Mir ist langweilig. Ich warte darauf, dass etwas passiert. Oder darauf, dass etwas passiert ist. Ich fühle mich nicht gut. Die Personen sind distanziert. Erste Zweifel überkommen mich. Verpasse ich gerade jetzt etwas an anderen Orten? Das junge Mädchen, das Uli genannt wird, lockt mich auf den Friedhof, wo sie sich auf das Grab von Friedel legt. Sie erzählt mir etwas über Roland, dass ich nicht wirklich verstehe. Aber ich werde hinter ihr Geheimnis kommen!


Die Frau mit der blonden Perücke, will in Dannenwalde bleiben. Hier kann sie niemand finden, so sagt sie, die Olivia Silvers heißt. Olivia Silvers. Der Name, kenne ich ihn? Aber ich will nicht hier bleiben! Ich bin erleichtert, als „der Baron“ beschließt, dass es Zeit ist zu gehen. Er lädt mich ein, mit zu kommen. Die Fahrt geht weiter!

Freitag, August 04, 2006

Hej fra Alex

Det siger jeg jer, så havde jeg brugt alle mine penge på en blomsterdekoration med verdens længste og mest fløjlsbløde roser i flere farver til Bundes GartenSchau, fordi jeg glemte det med kursen. Jeg troede mig jo lige så heldig, ikk? super-angebot. Sådan kan man står og tro at et pølse med brød koster 1,5 kr, men så skal det ganges og så havde jeg lige købt blomsten i sækken. altså.

Men jeg ville nu også gerne se verdensuret og tog så til alexanderplads. utorligt som man bare kan falde i snak med folk på en bænk. Og tyskerene er nu søde, åbne, snakker gerne. Så får man sig en lille bænk-snak om livet og kærligheden eller et 22 år langt ægteskab der var 21 år for langt. En sød ung mand sagde han ville skrive mig et digt og komme med det dagen efter, og der kunne man jo nok tænke sig at han IKKE ville komme dagen efter som han lovede, men sørme så. På pletten og forfattet med nydelig håndskrift. jeg finder det lige til jer imorgen eller noget.
Jeg stødte også ind i en gademusikant der ikke kunne bamses fødselsdag, hvilket var lidt en skam. Jeg havde nemlig forfattet et vers på den melodi om pladsen, så det må i lige høre når jeg kommer hjem.
Men altså på alexanderpladsen fandt jeg nogle unge mennesker der havde retning nord og plads i en stor bil. dem er jeg nu med på tur. Der er en galant baron med fine manere og skægstubbe og en halvdansker ved navn gulia, der dog virker lidt som noget for sig selv. Vores chauffør ved en helt masse om yderligheder og rekorder, virkeligt spændende felt.

Så altså Lisbet, du kan godt sige til mor at jeg er i gode hænder og på vej hjem. Er sikkert hjemme til min fødselsdag.

Donnerstag, August 03, 2006

Versteckorte und Arbeitsmoeglichkeiten am Alex

Im Zentrum Ost-Berlins, wo sie zum Glück unauffälliger wirkte als daheim, befragte sie einige Arbeiter.

Der pakistanische Hutverkäufer empfahl ihr, sich bei Bedarf in einer Unterführung zwischen den Bauarbeitern, zu verstecken.



Das Mädchen, das als Plakat arbeitet, würde sich in der Toilette von Kaufhof verstecken. Der Junge, der als Plakat arbeitet, würde sich unter der Weltzeituhr, wo es angeblich einen Raum gibt, verstecken, wenn er den Schlüssel finden würde. Beide machen diese Arbeit sowohl auf dem Alexanderplatz, als auch auf dem Nollendorfplatz regelmässig.


Der Würstchenverkäufer würde sich in einer Umkleidekabine von Kaufhof verstecken. Er macht diese Arbeit seit 10 Jahre und zwar sehr gerne. Er hat Koch gelernt, aber bei dieser Arbeit könne man nicht so viele Menschen sehen.


Olivia hat auf dem Alexanderplatz weder die richtige Arbeit, noch das ideale Versteck gefunden.

Mittwoch, August 02, 2006

M.Z./1: Bericht vom 29. Juli

S-BAhnhof Alexanderplatz, 29. Juli 2006, 18:00 Uhr. Eine junge Frau steht dicht an der Bahnsteigkante von Gleis 1. In der Hand ein Schild, auf dem in rührender Schrift der Name ROLAND geschrieben steht. ROLAND staht da, so als würde sie per Anhalter zu ihm reisen wollen. Die Züge kommen und fahren wieder ab, doch sie steigt nicht ein. Sie scheint zu warten, wird ungehalten, dann sackt sie traurig zusammen. Wartet sie denn darauf, dass ein Roland, irgendein Roland, oder einer, der sie nicht kennt, heute, hier an Gleis 1 Alexanderplatz ankommt? War sie bei einer Wahrsagerin oder ist es eine Internetbekanntschaft? Im romantischen Licht der untergehenden Sonne beginnt sie zu singen. "Trauriger Sonntag" singt sie, aber es ist doch Freitag! Was hat das zu bedeuten? Sonntag am Freitag? Roland? Bahnhof?


Beim Hinausgehen fällt mir eine Frau mit langer platinblonder Perrücke und großer Sonnenbrille auf. Ich folge ihr. Zunächst unauffällig, dann offensiver. Sie scheint es nicht zu bemerken. Oder, so denke ich später, sie hat es genau darauf angelegt. In einer Bar, die eigenartigerweise "Szenekneipe" heisst, was sie eindeutig nicht als solche auszeichnet, setzt sich die Platinblonde an die Bar, lässt sich Feuer geben, lässt sich ansprechen. Als ich mich zurückziehe sehe ich noch, wie sie die Bar fluchtartig verlässt. Sie rennt über den Bahnhofsvorplatz, spricht Passanten an, dann, als fürchte sie erkannt zu werden, eilt sie in die Bar zurück.


Vor der Bar steht jetzt eine Frau, die Brotkrumen in die Luft wirft. Als ich sie frage, was sie da tute, antwortet sie mir, lächelnd, sie füttere die kleinen Vögel. "Ich füttere die kleinen Vögel" sagt sie, und dass da eben so süße kleine gewesen sein, so ganz besonders süß... Als ich gehe, wirft sie weiter ihre kleinen Brotstücke in die Berliner Luft. Doch ich sehe einfach kein Gefieder. Nicht eine einzige dreckige Taube kommt in ihre Nähe.



Auf meinem Weg zum Fernsehturm begegnet mir ein Baron, der ins selbstgespräch vertieft die kleine Allee auf und ab schreitet. Er erzählt mir von seinem Vater, seinem Urgroßvater und dass er selbt 1922 geboren sei. 1922, denke ich, und versuche gar nicht erst zu rechnen. Der Mann vor mir ist noch keine 30! Seine lange Erzählung wird nur unterbrochen von überraschenden Müdigkeitsanfällen, die ihn in sich zusammensacken lassen. Reden tut er in der Tat wie ein alter Mann. Ich ziehe mich höflich zurück. Er bemerkt es gar nicht.
Eine andere Szene erregt meine Aufmerksamkeit: Eine Mutter streitet mit ihrem Sohn. Er will mit ihrem Auto nach Kopenhagen fahren. Sie will das nicht. Sie drehen sich ständig im Kreis. Schließlich gibt sie nach sing ihm zum Abschied ein Lied. "Junge komm bald wieder" und ich denke noch, wie schön, als er den Motor wieder abstellt, aussteigt und der Streit beginnt erneut...
Kopenhagen, denke ich, und bin nicht mehr überrascht, als ich eine Dänin treffe. Voll Inbrust und genauso disharmonische gibt sie dänische Lieder gemeinsam mit einem Gitarre spielenden Straßenmusikanten zum Besten. Auch sie will nach Kopenhagen. Hat all ihr Geld für Blumendekoration ausgegeben, nun kein Geld mehr für die Fahrt nach hause. Nach hause - Kopenhagen - Blumendekoration. Ich schicke sie zu dem jungen Mann, der immer noch mit seiner Mutter streitet. Vielleicht kann er sie mit nehmen.
Ich begleitet sie und treffe dort die anderen Personen wieder an, die ich beobachtet habe. Sie packen das Auto und die Mutter, die nun offenbar endgültig ihren Widerstand aufgegeben hat, erzählt von ihrem langen Leben in Berlin. Nett, denke ich und lächle, als sie ein Abschiedslied singen. Meine Kamera rückt ihnen auf den Leib, ich riskiere eine Blick ins Innere des vollbeladenen Busses. Der Baron verfrachtet gerade einen Sessel auf das Dach des cremefarbenen Busses, als er mich unverhofft packt und ins Innere des Wagens zieht! Noch bevor ich die Situation richtig erfassen kann, fährt der Bus mit all seinen Insassen los. Nach Kopenhagen!

Die Reise beginnt. Ich bin dabei! Vielleicht die Chance meines Lebens. Die Chance auf die ich immer gewartet habe! Die ganz große Story...

ich fahre nach koppenhagen!


29. juli - alexanderplatz

hab mutter noch immer nichts gesagt. hat mich erwischt am alex als ich gerade autoputzen war. sie hat dann doch ja gesagt. ist ja eigentlich auch ihr auto... hat mich sehr zornig gemacht weil vorher muss sie immer nein sagen.
also mit der mitfahrzentrale ist das schon praktisch. das auto war bummvoll. alle waren mehr oder weniger puenktlich.
wir hatten klipp und klar 18:45 vereinbart. um 19:03 waren alle da.


1. oktober - dannenwalde

ersten rekord aufgestellt! bei unserer kleinen feier am bahnhof dannenwalde waren so viel leute aus dem dorf beisammen wie lang nicht mehr. also in etwa 50 gäste.

fortsetzung folgt..... (geschichte der ehemaligen bahnhofsvorsteherin)

ulis gespraeche ueber liebe und tod am alexanderplatz

Martin 21

seit vier jahren in berlin. vorher magdeburg. mit skateboard. er ist gerade nicht verliebt. im januar hat sich sein sehr guter freund sharif vom hochhaus gestürzt.
" damit muss man irgendwie klar kommen.es ist traurig das Sharif nicht mehr da ist...nach dem tod ist man einfach weg. davor braucht man sich nicht zu fürchten.
denn wenn da noch was kommt, dann ist es was neues, was mit mir nichts zu tun hat, davor muss ich mich nicht fürchten." sagt er und "komm doch mit nach magdeburg, is doch richtung norden."
geht exzessiv feiern. lieblingsplatz am alex weekend.21 stock.
wo soll ich roland suchen?
"weiss nicht, du musst den typen doch kennen, du musst ja wissen wo der gern hingeht abends."


wurstverkäufer

ich halte dem mann mein photo von roland hin.

U: hast du den schon mal gesehn? Du bist doch bestimmt öfters hier.
M: nein.
U: ......
M: möchten sie wurst?
U: nein. ich hab so schlimmen liebeskummer. was soll ich dagegen machen?
M: Ich esse dann immer zuviel.
U: ja?
M: ja.
U: Bist du gerade verliebt?
M: ja.
U: Glücklich?
M: mhja. sie liebt mich auch aber sie muss weggehen in die ukraine.
U: das is ein schönes land.
M: ja
U: mein freund ist auch weggegangen. jetzt suche ich.
M: ..
U: und was machst du wenn sie weggeht?
M: ...
U: aber du bringst dich dann nicht um?
M: nein. nein, natürlich nicht. ich lebe weiter. und esse zuviel.


Blutspendemann

U: Würden sie denn jemandem den sie lieben eine niere spenden?
M: Uff. Ja das ist ein schwere frage.es kommt ja immer drauf an ob das mit der blutgruppe auch passt.
U: sind sie denn verliebt?
M: ja.
U: schon lange?
M: ja.
U: sind sie verheiratet?
M: nein, nicht mehr.
U: haben sie sich scheiden lassen?
M: ja, schon zwei mal.
U: ich suche meinen freund.
M: ja wo haben sie ihn denn verloren? wissen sie das?
U: er hat gesagt er fährt über berlin nach kopenhagen und jetzt ist er weg. jetzt habe ich angst.
M: ja das kann ich verstehen.
U: Können sie mir einen rat geben? wo soll ich denn suchen.
M: naja es ist ja immer die frage ob sie auskunft bekommen würden im krankenhaus.
U: sie meinen ich sollte im krankenhaus fragen?
M: ja, aber ob man ihnen da was sagt...wenn sie nicht verheiratet sind. hat ihr freund denn eltern?
U: ja aber sie haben ein schwieriges verhältnis.
M: weil die würden ja am ehesten erfahren wenn etwas passiert ist.
U: ....
M: das tut mir leid für sie.

der mann ist ein sehr sanfter mann.er berührt mich am arm wie ein vater seine tochter , wenn sie traurig ist und er nicht helfen kann.

Ali

verkauft Kirschen aus der türkei unten im alex

A: ach du scheisse....
wie willst du deinen freund hier finden .das ist ein grosse stadt. vielleicht ist er gar nicht in berlin. ich weiss auch nicht warum menschen sowas machen.
du bist ein nettes mädchen.manche menschen sind einfach idioten. ich verstehe dass du traurig bist. natürlich bist du traurig wenn du ihn liebst. du musst
dir einfach einen neuen mann suchen.'
U: Wie? hast du das auch schon mal so gemacht?
A: natürlich das ist doch gamz normal.
U: bist du gerade verliebt?
A: Nein. sie ist gerade im urlaub mit meinem älteren sohn.
U: aber du trägst einen ehering.
A: ja, den hab ich wenn was passiert zum verkaufen.ich war verheiratet früher.ich meine ich habe eine frau , aber die ist halt gerade nicht da. ich bin allein.
U: und seid ihr noch glücklich?
A: natürlich warum sollten wir nicht glücklich sein.wenn mann und frau zusammen sind dann können sie doch glücklich sein..warum denn nicht? wo ist denn das
problem?
U: ist dir sowas auch schon mal passiert , dass eine weg gegangen ist?
A: Klar ist mir das schon passiert. das kann jedem passieren.
U: ich will nicht mehr traurig sein.wie soll ich das machen nicht mehr traurig sein?
A: ich weiss nicht. wenn du eine idee hast wie ich dir helfen kann, sag mir, dann mache ich das. ich bin im moment allein. wo schläfst du denn? hast du geld?
ich kann dich aufnehmen. ich kann dir geld geben. ich hab viele karten.hast du gegessen?
U: ja, ich hab gegessen.danke.
A: wenn nicht , bezahle ich dir zu essen, wirklich.


Mirko

steht mindestens zwei stunden und streitet am telefon. flasche bier vor ihm.


....nein ich hab nicht gestritten, ich sollte mal leiser reden, stimmt, ich schrei immer so... aber das ist vielleicht auch wegen dem alkohol...nein ich bin nicht betrunken
..nicht so richtig..glaub ich zumindest..erst später.....oder ich kanns gut kaschieren...ach ich hab auch schon so oft jemanden gesucht hier, frauen, aber hier findet man niemanden , man trifft sie vielleicht noch mal zufällig, aber sonst...wir sind ja immerhin 3,6 millionen hier....ich kenn einen roland ..der ist schriftsteller..der sieht auch gut aus..hat immer viele freundinnen .. is aber auch mehr so ein exenstieller typ...weiss auch nicht wo ich suchen würde..ich kenn auch welche die enden am bhf zoo oder am alex...mensch ich bin ja noch nie so auf der strasse angesprochen worde...jaja gerade in berlin sind die leute sehr schweigsam..aber ich habs mir ja selber so ausgesucht..diesen moloch...bin jetzt seit 1997 hier vorher erzgebirge... ja ich wünsch dir viel glück, vielleicht findsde ihn ja..wer weiss..nee ich hab nicht gestritten..

gulia sagt hallo

Also es ist mal nen test, ob das überhaupt funktioniert..

Montag, Juli 31, 2006

RANDSHOW am alex




Hier sehen sie uns und special-guest Eva am Alex




Eva ist eine echte Berlinerin, und hier erzählen sie über ihre Erinnerungen von Alex

info

RANDSHOW

Vom 29. Juli bis zum 18. August inszeniert das Berliner Kollektiv Moderne Nerven die "Randshow", ein wanderndes Tanztheaterprojekt zwischen Berlin und Kopenhagen. Auf ihrem Weg macht die "Randshow" Station an insgesamt sieben ausgewählten Orten in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Süddänemark. Dort entwickeln die sechs Tänzer und Schauspieler unter der Leitung der Dänischen Regisseurin Anne Zacho Søgaard und des deutschen Choreographen Hermann Heisig jeweils eine "Show", die den bereisten Ort durch Theater, Tanz und Gesang portraitiert. Dabei forschen sie nach lokaler Identität und Kultur abseits der grossen Daten- und Verkehrsströme und interagieren dazu an jeder Station der Reise mit Anwohnern und lokalen Künstlern.

Von Ort zu Ort füllt sich die "Randshow" mehr mit Eindrücken, Bildern, Geräuschen und Geschichten der Reise, bis schliesslich eine Endfassung der "Randshow" auf dem Airplay in Kopenhagen präsentiert wird. Stationen der "Randshow" (weiter unten findet ihr genauere Beschreibungen der geplanten Performances):

Berlin Alexanderplatz 29.07.2006 18.00 Uhr
Bahnhof Dannenwalde 01.08.2006 19.00 Uhr
Neustrelitz, Schloßstr.6 05.08.2006 20.00 Uhr
Schlossruine Dargun 08.08.2006 19.00 Uhr
Remise Gedser 12.08.2006 15.00 Uhr
Kalksteinbruch Fakse 16.08.2006 18.00 Uhr
Airplay Kopenhagen 19.08.2006 20.00 Uhr

+ Interventionen: Raststätte Walsleben West, Die tausendjährigen Eichen von Ivenack, Fähre Rostock - Gedser, Imbissbude Stubbekøbing

Mitwirkende: Anne Zacho Søgaard, Hermann Heisig, Marina Quesada, Louise Ry Mathiasen, Ronny Hofmann, Diana Wesser, Claire Sobottke, Thomas Proksch,...und Gäste